Adhärenz: Therapie durchhalten, ohne zu zerbrechen

fragJulia RedaktionGeprüft: Medizinische Fachlektorin

Kurz erklärt

Adhärenz bedeutet: Therapie so einnehmen/umsetzen, wie gemeinsam vereinbart – inklusive realistischer Anpassungen. Gerade bei langfristiger endokriner Therapie ist mangelnde Adhärenz mit schlechteren Ergebnissen verbunden. Ziel ist nicht hart sein, sondern Nebenwirkungen ernst nehmen und Lösungen strukturiert mit dem Team finden.

Wofür steht es im Befund?

Adhärenz ist kein Moraltest, sondern ein Versorgungs-Thema: Bei endokriner Therapie ist Nicht-Adhärenz/Abbruch in Studien mit schlechterem ereignisfreiem Überleben und Gesamtüberleben verbunden.

Therapie vereinbart heisst auch: Nebenwirkungen aktiv managen, Dosis/Strategie anpassen, statt still zu leiden oder abrupt abzubrechen.

Wirksame Adhärenz-Strategien sind meist organisatorisch und menschlich: Aufklärung, Nebenwirkungs-Plan, Erinnerungssysteme, Netzwerk.

Fragen an dein Behandlungsteam

Woran merke ich, dass Nebenwirkungen behandlungsbedürftig sind – und an wen wende ich mich konkret?

Welche Alternativen gibt es, wenn ich ein Medikament nicht vertrage (Switch, supportive Massnahmen)?

Wie monitoren wir, ob die Therapie noch passt (Kontrollen, Blutwerte, Bildgebung)?

Frag Julia dazu

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu deiner Behandlung wende dich an dein Behandlungsteam.