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Familie & Kinderwunsch

Familienplanung und Kinder: Kinderwunsch, Schwangerschaft, Muttersein mit Brustkrebs

25 Min Lesezeit

Kinderwunsch trotz Brustkrebs? Schwanger während der Therapie? Wie erkläre ich es meinen Kindern? Dieser Artikel beantwortet die wichtigsten Fragen.

Diagnose Brustkrebs & Kinderwunsch – Entscheidungen unter Zeitdruck

Wird Brustkrebs im gebärfähigen Alter diagnostiziert, steht oft die Frage im Raum: Kann ich später noch Kinder bekommen? Chemo- und Antihormontherapien können die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder ganz zerstören, daher müssen vorsorgliche Maßnahmen möglichst vor Therapiebeginn getroffen werden. Die Zeitspanne zwischen Operation und Chemotherapie ist knapp – aber sie reicht meist, um etwas zu unternehmen. Zu den etablierten Optionen gehören vor allem die Kryokonservierung von Eizellen oder befruchteten Eizellen (Embryonen) sowie von Eierstockgewebe. In einem kurzen Stimulationszyklus (ca. 2 Wochen) können Eizellen entnommen und eingefroren werden. Studien zeigen, dass ~10 Jahre nach Kryokonservierung rund ein Viertel der Frauen einen Schwangerschaftsversuch mit den Eizellen unternimmt, und etwa ein Drittel dieser Versuche führt zu einer Lebendgeburt – ein Hinweis, dass viele die Option haben, auch wenn sie nicht immer genutzt werden muss. Neu ist auch das Einfrieren von Eierstockgewebe, was insbesondere für sehr junge Patientinnen (vor der Pubertät) oder bei Zeitmangel in Frage kommt. Zusätzlich empfehlen Leitlinien die Gabe von GnRH-Agonisten (Hormon-Spritzen zur vorübergehenden "Abschaltung" der Eierstöcke während der Chemo) – diese Methode ist einfach und kann das Risiko eines dauerhaften Eierstockschadens reduzieren. Allerdings muss die Patientin sie meist selbst zahlen, da die Kassen hierfür bisher nicht immer aufkommen. Kosten & Kasse: Gute Nachricht – seit Juli 2021 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für das Einfrieren von Eizellen, Sperma und (seit 2022) auch Eierstockgewebe für junge Krebspatientinnen und -patienten. Anspruch haben Frauen zwischen 18 und 40 Jahren; die Kasse zahlt Entnahme, Kryokonservierung und Lagerung in voller Höhe (abgesehen von der gesetzlichen Zuzahlung von 10 € pro Quartal). In der Praxis heißt das: Der onkologische Gynäkologe stellt eine Bescheinigung über die drohende Unfruchtbarkeit aus, damit kann man zügig in ein Kinderwunschzentrum gehen. Die entstehenden Kosten für die Maßnahmen (z. B. Hormonstimulation, Follikelpunktion, Labor) rechnet das Zentrum direkt mit der Kasse ab. Wichtig: Vorher unbedingt die schriftliche Zusage der Krankenkasse einholen. Eventuelle Mehrkosten, etwa für eine aufwendigere Methode oder Lagerung über die zugesicherte Dauer hinaus, muss die Patientin tragen. Für spätere Kinderwunschbehandlungen (künstliche Befruchtung mit den eingefrorenen Eizellen) übernehmen Kassen meist 50 % der Kosten für bis zu 3 Versuche, sofern die Frau 25–39 Jahre alt ist und verheiratet ist. Persönliche Abwägung: Diese Entscheidungen sind höchst individuell. Faktoren wie Alter, Tumorbiologie und vorhandene Kinder spielen eine Rolle. Manche junge Frauen sagen: "Mir ist es wichtiger, sofort aggressiv zu therapieren, Kinderwunsch stelle ich zurück." Andere empfinden die Möglichkeit, später Mutter zu werden, als enorme psychische Stütze und wollen nichts unversucht lassen. Die Ärzte betonen, dass ein kurzer Aufschub der Chemo um ein, zwei Wochen für die Eizellentnahme bei Brustkrebs in der Regel unproblematisch ist – Brustkrebs ist selten ein absoluter Notfall, "auf ein paar Tage oder Wochen kommt es normalerweise nicht an", man soll sie nutzen, um sich beraten zu lassen. Wichtig: Schon während der Antihormontherapie (die 5–10 Jahre dauern kann) besteht ggf. die Möglichkeit, nach 2–3 Jahren eine Therapiepause für eine Schwangerschaft einzulegen. Aktuelle Studien (z. B. die POSITIVE-Studie) zeigen, dass Frauen mit hormonpositivem Brustkrebs, die ihre Hormontherapie zeitweise unterbrechen, um schwanger zu werden, kein erhöhtes Rückfallrisiko haben. Mit solchen Daten im Rücken ermutigen Onkologen inzwischen ihre Patientinnen: Wenn Kinderwunsch besteht, sprechen Sie es offen an! Es gibt Fertilitätsspezialisten und spezielle Programme (FertiPROTEKT-Netzwerk), die eng mit den Krebsärzten zusammenarbeiten. So schwer es in der Schocksituation fällt – die Entscheidung für spätere Kinder muss innerhalb von Tagen getroffen werden, daher unbedingt entsprechende Überweisungen und Anträge sofort angehen. Am Ende zählt: Jede Frau darf selbst bestimmen, ob sie Eizellen einfrieren lassen möchte oder nicht. Wichtig ist nur, dass sie von dieser Möglichkeit weiß. Denn nichts wäre schlimmer, als nach überstandener Therapie festzustellen, dass man ohne Information eine Chance verpasst hat. Mit dem Wissen um Optionen kann man dann bewusst wählen, was zum eigenen Lebensentwurf passt.

Schwanger und Brustkrebs – Diagnose in der Schwangerschaft

Brustkrebs in der Schwangerschaft ist selten (ca. 3 % der Fälle), aber wenn er auftritt, ist die seelische Belastung enorm. "Es war der glücklichste und zugleich schlimmste Tag meines Lebens: Morgens erfuhr ich, dass ich schwanger bin – nachmittags die Diagnose, dass der Krebs zurück ist." So beschrieb eine Betroffene ihren Schock. Zunächst steht die Angst um das ungeborene Kind im Vordergrund: Kann es bleiben, darf ich es austragen? Die ermutigende Antwort der modernen Medizin ist: Ja, in den allermeisten Fällen ist eine Behandlung mit Erhalt der Schwangerschaft möglich. "Die Schwangerschaft beeinträchtigt den Krankheitsverlauf der Mutter in den meisten Fällen nicht". Lediglich bei sehr ungünstigen Konstellationen – etwa einer hochaggressiven Leukämie ganz früh in der Schwangerschaft oder einem sehr fortgeschrittenen Tumor – könnte zu einem Abbruch geraten werden, um sofort volle Therapie zu ermöglichen. Aber das ist selten. In der Regel wird ein individuelles Behandlungskonzept erstellt, das Mutter und Kind bestmöglich schützt. Therapie-Abwägungen: Eine Operation der Brust ist im Prinzip zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft möglich und sicher. Bei Bedarf werden brusterhaltende Eingriffe oder auch eine Mastektomie in der Schwangerschaft durchgeführt. Die nächste Frage ist die Chemotherapie: Hier gilt es, die kritischen 1. 12 Wochen (erstes Trimester) zu überbrücken, da in dieser Phase Chemo Fehlbildungen auslösen könnte. Nach Abschluss der Organentwicklung (ab ca. SSW 13) kann jedoch eine systemische Chemotherapie mit bestimmten Regimen durchgeführt werden. Weltweite Erfahrungen und Studien zeigen, dass z. B. Anthrazykline und Taxane im 2. und 3. Trimenon eingesetzt werden können, ohne die Kinder schwer zu schädigen. Natürlich beobachtet man solche Schwangerschaften engmaschig. In vielen Fällen wird die Chemo sogar bewusst während der Schwangerschaft durchgeführt, um den Tumor zu kontrollieren – wie bei Katrin, die trotz hormonempfindlichem Krebs eine Chemo in der Schwangerschaft wagte und heute eine gesunde Tochter hat. "Ich habe mir immer wieder gesagt: Es hat sich meinen kranken Körper ausgesucht, es will bleiben. Deshalb muss ich alles tun, damit dies möglich ist." – mit dieser Einstellung entschied sie sich gegen einen Abort und für die Chemo. Ihr behandelndes Team wartete bis zur 15. Schwangerschaftswoche, dann begann die Chemotherapie, begleitet von intensiver Überwachung. Wichtig: Einige Therapien werden ins Wochenbett verschoben – insbesondere Bestrahlung und antihormonelle Therapie kann man erst nach der Entbindung starten. Gleiches gilt für neuere Antikörper wie Trastuzumab (HER2-Antikörper), die während der Schwangerschaft kontraindiziert sind und bis nach der Geburt warten müssen. Häufig strebt man an, die Geburt zeitgerecht oder nur wenig vor Termin einzuleiten, sobald die Lungenreife des Babys gewährleistet ist, damit die Mutter danach ggf. noch ausstehende Therapien beginnen kann. So wurde es z. B. in einem Fall gelöst: Die Chemo wurde im 8. Monat pausiert, Baby per Kaiserschnitt entbunden, dann die restliche Chemo und Bestrahlung postpartal nachgeholt. Alltag und Mutterrolle während Therapie: Schwanger eine Krebsbehandlung durchzustehen, erfordert enorme mentale Stärke – aber viele Frauen berichten auch, dass ihnen das werdende Kind Kraft gab. "Ironischerweise wurde ich die wohl glücklichste Chemo-Patientin im Krankenhaus. Die Schwangerschaft gab mir eine Kraft, die ich sonst nicht gehabt hätte", schreibt eine Betroffene. Die Sorge um das Baby motivierte sie, sich gesund zu ernähren, sich zu bewegen (soweit möglich) und nicht aufzugeben. Wichtig ist ein gutes Netzwerk: Partner oder Familie sollten früh einbezogen werden, denn anstrengende Therapietage und Schwangerschaftsbeschwerden zusammen bedeuten, dass man Hilfe im Haushalt und bei eventuell schon vorhandenen Kindern braucht. Hier greift in Deutschland auch das System der Haushaltshilfe (siehe unten). Viele werdende Mütter mit Krebs plagen Schuldgefühle: Sie fürchten, dem Kind zu schaden oder keine "gute Mutter" zu sein, wenn sie nicht alles perfekt vorbereiten können. Hier ist Aufklärung wichtig: Eine Chemo erhöht zwar das Risiko für Frühgeburtlichkeit leicht (manche Kinder kommen etwas früher und etwas leichter zur Welt), aber die meisten Babys entwickeln sich völlig normal und langfristige Auffälligkeiten sind selten. Ärzte versuchen, möglichst bis zur mindestens 34.–37. SSW zu kommen, damit das Kind eine ausgereifte Chance hat. Die Priorität ist, die Mutter bestmöglich zu therapieren und das Baby zu schützen – ein Balanceakt, aber einer, der heute dank erfahrener interdisziplinärer Teams gut gelingt. Nicht selten entbinden die Frauen in einem Perinatalzentrum (Geburtsklinik mit Neonatologie), um im Fall der Fälle optimale Bedingungen für das Baby zu haben. Sobald das Kind da ist, empfinden viele Frauen große Erleichterung – und es folgt oft noch eine emotionale Herausforderung: Nicht stillen dürfen (während Chemo/Antikörpertherapie läuft, ist Stillen kontraindiziert, da toxische Medikamente in die Muttermilch übergehen). In diesen Fällen muss auf Säuglingsnahrung zurückgegriffen werden, was für manche Mütter traurig ist. Hier helfen Gespräche mit anderen Betroffenen – etwa über Online-Communities – um zu sehen, dass man trotzdem eine innige Bindung aufbauen kann.

„Mama hat Brustkrebs“ – Kommunikation mit Kindern und Unterstützung im Alltag

Wenn Mütter kleiner oder schulpflichtiger Kinder erkranken, betrifft die Diagnose die ganze Familie. Kinder spüren schnell, dass etwas nicht stimmt, auch wenn Erwachsene versuchen, es zu verbergen. Die Fachwelt ist sich einig: Offen und ehrlich kommunizieren, dem Alter entsprechend. "Sollten Eltern ihre Krebserkrankung den Kindern verschweigen? Besser nicht, denn fast immer merken die Kinder, dass etwas nicht stimmt." warnt eine onkologische Fachzeitschrift. Stattdessen sollte man früh das Gespräch suchen, in ruhiger Atmosphäre. Je nach Alter erklärt man einfach: "Mama ist krank, sie hat etwas Böses in der Brust. Die Ärzte tun alles, damit es ihr wieder bessergeht. Aber sie wird in nächster Zeit sehr müde sein…" usw. Wichtig ist, dem Kind Versicherung zu geben: Nichts, was das Kind getan hat, hat diese Krankheit verursacht – Kinder beziehen sonst schnell Schuld auf sich. Und: Wer kümmert sich um mich? – dem Kind erklären, dass immer jemand da sein wird (Papa, Oma, Freundinnen), auch wenn Mama mal ins Krankenhaus muss. Viele Eltern möchten ihre Kinder schonen und sprechen nicht über Ängste. Doch Experten raten, Gefühle zuzulassen: "Wenn du deine Gefühle offen zeigst, lernt dein Kind das auch. Du darfst mutig traurig sein – Kinder können das verstehen". Eltern, die Gefühle zeigen, machen Kinder stark – so formuliert es die Bayerische Krebsgesellschaft. Denn wenn Trauer und Wut tabu sind, fühlen Kinder sich mit ihren eigenen Ängsten allein. Altersgerechte Info: Kleine Kinder (bis ca. 6 J.) brauchen einfache Worte ("da ist etwas wie ein böser Ball, der rausgeholt werden muss") und viel Rückversicherung. Sie fragen oft: Tut es weh? Wirst du wieder gesund? – Hier vorsichtig ehrlich sein: "Die Behandlung tut weh, aber deshalb bekomme ich Medizin, damit es besser geht. Die meisten Mamas mit so einer Krankheit werden wieder gesund, und ich tue alles dafür." Größere Kinder wollen vielleicht mehr Details (Begriff Krebs kann genannt werden, es gibt Kinderbücher dafür). Manche Kinder meiden das Thema aus Angst, die Mama zu belasten. Eltern sollten signalisieren, dass Fragen jederzeit ok sind. Wenn ein Kind sich zurückzieht oder "brav" funktioniert, obwohl es innerlich leidet, kann man aktiv Angebote machen: "Hast du Fragen oder sorgen wir uns gemeinsam?" – vielleicht in Form eines "Kummerkastens" oder durch Zeichnen. Do's and Don'ts für das Umfeld: Genauso wie Patientinnen selbst sich Unterstützung wünschen, haben auch Kinder besondere Bedürfnisse. Von Bekannten hörte Nicole (Mutter und Patientin) unsensible Sprüche wie "Sei tapfer für deine Kinder" – gut gemeint, aber sie setzte sich selbst schon genug unter Druck. Was Kinder wirklich brauchen, sind verlässliche Routinen (Essenszeiten, Schule etc. sollen weiterlaufen) und positive Aufmerksamkeit zwischendurch, damit ihr Alltag nicht nur noch aus Mamas Krankheit besteht. Praktische Entlastung: Kein Elternteil kann während intensiver Krebstherapie alles allein stemmen. Es ist keine Schwäche, Hilfe anzunehmen – im Gegenteil, es entlastet auch die Kinder, wenn Aufgaben geregelt sind. In Deutschland haben Familien mit minderjährigen Kindern Anspruch auf eine Haushaltshilfe durch die Krankenkasse, sobald die Mutter (oder Vater) wegen Krankheit ausfällt. "Der Anspruch auf eine Haushaltshilfe besteht grundsätzlich immer dann, wenn Kinder bis zum 12. Lebensjahr im Haushalt leben" – und zwar bis zu 26 Wochen lang. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine Familienpflegerin oder Haushaltshilfe, die z. B. den Haushalt führt, einkauft, kocht und die Kinder betreut, wenn kein anderer im Haushalt das übernehmen kann. Viele Patientinnen wissen gar nicht von diesem Recht. Daher: Am besten frühzeitig mit dem Sozialdienst im Krankenhaus oder einer Krebsberatungsstelle sprechen. Die Sozialberatung hilft auch bei weiteren Fragen: Schwerbehindertenausweis (der z. B. Steuervorteile und Kündigungsschutz bringt), Pflegegrad falls nötig beantragen, finanzielle Hilfe (Krankengeld, ggf. Übergangsgeld in Reha, Fahrtkostenerstattung). Für Alleinerziehende Mütter gibt es teils Stiftungen oder Angebote, z. B. kostenlose Kinderbetreuung über Organisationen. Außerdem bieten viele Krebsberatungsstellen Kindergruppen an ("Regenbogengruppe" u.ä.), wo betroffene Kids spielerisch lernen, mit der Situation umzugehen, und auf gleichaltrige Kinder treffen, deren Eltern auch Krebs haben. Das vermittelt: Ich bin nicht allein. Es gibt auch kinderfreundliche Erklärbücher und Videos (z. B. "Opa, hast du Krebs?" oder die App "Der Zauberbaum"). Eltern sollten keine Scheu haben, solche Hilfsmittel zu nutzen. Guilty feelings plagen Mütter oft in zwei Richtungen: Sie fühlen sich schuldig den Kindern gegenüber, weil sie gerade nicht die "perfekte Mama" sein können, und umgekehrt haben Kinder manchmal diffuse Schuldgefühle, die Mama krank gemacht zu haben. Beides muss offen angesprochen und entkräftet werden. "Einem Menschen die Schuld an seiner Krebserkrankung zuzuweisen, lässt ihn alleine zurück" – das gilt auch für sich selbst. Krebs ist meist einfach Pech, niemand "ist schuld". Daher sollte man sich weder von Selbstvorwürfen noch von außenstehenden "Besserwissern" quälen lassen. Im Zweifel Abstand nehmen von Leuten, die mit esoterischen Schuldthesen oder Wundermethoden kommen – das rät auch Betroffene Nicole Kultau, die solche "Schuldzuweisungen" erlebt hat und sagt: "Belaste dich nicht mit Schuldgefühlen, die dich wertvolle Energie kosten. Konzentriere dich auf Menschen und Momente, die dir Kraft und Mut geben". Für Kinder gilt: immer wieder betonen, dass nichts, was sie getan oder gedacht haben, Mamas Krankheit verursacht hat – Krebs entsteht, weil sich Zellen unkontrolliert teilen, nicht wegen eines Streits oder einer schlechten Note. Abschließend: "Kommunikation kann eine Behandlung erleichtern oder massiv belasten." Dieses Motto bewahrheitet sich in Familien mit Krebs besonders. Wer schafft, eine Atmosphäre von Offenheit, Vertrauen und gegenseitiger Unterstützung zu pflegen, der schützt die seelische Gesundheit aller Beteiligten. Mütter dürfen Schwäche zeigen, Kinder dürfen traurig oder wütend sein – gemeinsam lässt sich so eine Krise eher bewältigen. Und mit Hilfe von außen (Haushaltshilfe, Beratungsstellen) werden die praktischen Lasten tragbarer, sodass Mutter und Kinder sich auf das Wesentliche konzentrieren können: füreinander da sein und Hoffnung behalten. Quellen: Onkopedia (Krebsinformationsdienst); G-BA/Deutsche Krebshilfe; Esanum – Nicole Sänger Vortrag; PINK! Magazin (Stillen, Schwangerschaft); "Das K Wort" (Roche); Caritas/Familienhilfe.

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